Geschichtsmuseum Lüdenscheid

Wichtige Station am Drahthandelsweg, Knopfstadt, Geburtsort der Aluminiumindustrie, Zentrum der Kunststoffverarbeitung – Lüdenscheids Weg in die Industrialisierung ist vielseitig und innovativ. So garantiert erst das hier geschmiedete Osemundeisen den frühen Erfolg der märkischen Drahtprodukte im Ruhrgebiet und in ganz Europa. Das Museum macht daraus eine bunte Mischung (kultur)historischer Schätze …

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… Schnallen und Knöpfe aller Art gehören dazu, ein Dampfstromerzeuger und sogar ein ganzer Zug, auch „Schnurre“ genannt. Von 1887 an verkehrt er auf der Schmalspurstrecke nach Altena und stellt über die Ruhr-Sieg-Strecke die Verbindung zur Ruhrindustrie her. Ein Markenzeichen des Museums sind zudem Sonderausstellungen zu den Themen Stanzen, Pressen und Prägen sowie zur Lüdenscheider Stadtgeschichte.

Zu den herausragenden Söhnen der Stadt gehört der Luftschiffbauer Carl Berg (1851-1906). Aus der Knopfmacherwerkstatt des Urgroßvaters und den später daraus hervorgegangenen metallverarbeitenden Betrieben formt er ein Unternehmen, das zu einem Wegbereiter der Elektro- und Aluminiumindustrie wird. Für den österreichischen Luftfahrtpionier David Schwarz etwa liefert er mit dem tragenden Gerüst und den hauchdünnen Aluminiumblechbahnen die Leichtbaustoffe, die das erste Ganzmetallluftschiff der Welt überhaupt erst ermöglichen. Dessen Berliner Jungfernflug verfolgt 1897 auch der württembergische Graf und Luftschiffkonstrukteur Ferdinand von Zeppelin, mit dem Carl Berg noch im selben Jahr die „Gesellschaft zur Förderung der Luftschifffahrt“ gründet. Dass Zeppelin in der Folgezeit Luftfahrtgeschichte schreiben kann, verdankt er nicht zuletzt den ausgereiften Aluminiumprofilen der Firma Berg. Daran erinnert das Lüdenscheider Museum mit den Modellen eines Zeppelins.

Ein weiteres wegweisendes Aluminiumprodukt, die allseits bekannte „Alufolie“, geht auf den Lüdenscheider Fabrikanten Oskar Eduard Hueck (1886–1966) zurück. Dessen Frau Gertrud sorgt als langjährige Kunstmäzenin dafür, dass der Name Hueck nach wie vor eng mit der Lüdenscheider Kunst- und Kulturszene verknüpft ist. Passend dazu logiert heute die Städtische Kunstgalerie gleich neben dem Geschichtsmuseum. Das attraktive Gebäude-Ensemble, das sich die beiden Institutionen teilen, besteht aus dem alten Amtshaus und einer benachbarten Villa, die durch einen modernen und transparenten Glasbau miteinander verbunden sind. Der dadurch geschaffene Ausstellungsraum ist so groß, dass die Schmalspurbahn „Schnurre“ scheinbar mühelos darin Platz findet.

 

Die „Stahl•Zeit•Reisenden“ Luise & Alfred: Geschichtsmuseum Lüdenscheid

Al:

In Lüdenscheid war ich noch nie. Keine richtige Eisenbahnanbindung, kein Fluss und fürchterlich hoch oben im Land der tausend Berge …

Vollständiger Dialogtext
Al: In Lüdenscheid war ich noch nie. Keine richtige Eisenbahnanbindung, kein Fluss und fürchterlich hoch oben im Land der tausend Berge. Puhhh – und kalt ist es hier!

Lu: Es sprach – der Stadtmensch! Hier gab es schon Industrie, als Ihr an der Emscher noch Schafe gehütet habt – einen Heerweg bereits im 9. Jahrhundert. Und Deinen Mantel könntest Du jetzt auch nicht verschließen ohne die Knöpfe von hier.

Al: Jetzt geht mir ein Licht auf. Die experimentieren hier mit diesem neuartigen hellen Leichtmetall. Wie hieß das denn gleich?

Lu: AL !!

Al: Aluminium, wie konnte ich das vergessen. So leicht, dass es fast fliegen könnte … Und – jetzt fällt mir noch etwas ein – Osemund haben die hier auch geschmiedet. Gut, dass diese Zeiten vorbei sind.

Lu: Blitzmerker! Du kriegst einen Orden! Übrigens auch von hier.

Al: Und wie kommen wir zurück, runter nach Altena?

Lu: Schnurstracks durchs Rahmedetal – juckeln wir mit der Schnurre …

Informationen zum Besuch

Adresse:
Sauerfelder Str. 14-20
58511 Lüdenscheid
Tel. 02351/171496
www.luedenscheid.de > Freizeit & Tourismus > Kultur >Geschichtsmuseen
museen@luedenscheid.de

Öffnungszeiten:
Mi-So: 11–18 Uhr

Barrierefrei Cafe Imbiss in der Nähe Interessant für Kinder Reisebusparkplatz vorhanden

Im märkischen Sauerland, Teil 2: Vom Eisen zum Kunststoff (1965)

Kurzbeschreibung (Film ohne Ton)

Die Palette von in Lüdenscheid hergestellten Knöpfen ist groß, ebenso der Anteil handwerklicher Kleinarbeit.

Industriegeschichte und das Geschichtsmuseum Lüdenscheid in Bildern

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Geschichtsmuseum Lüdenscheid

Wichtige Station am Drahthandelsweg, Knopfstadt, Geburtsort der Aluminiumindustrie, Zentrum der Kunststoffverarbeitung – Lüdenscheids Weg in die Industrialisierung ist vielseitig und innovativ. So garantiert erst das hier geschmiedete Osemundeisen den frühen Erfolg der märkischen Drahtprodukte im Ruhrgebiet und in ganz Europa. Das Museum macht daraus eine bunte Mischung (kultur)historischer Schätze …

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322854 PHÄNOMENTA Lüdenscheid
PHÄNOMENTA Lüdenscheid

Mit Technik und physikalischen Phänomenen kennt man sich hier jedenfalls aus in der Stadt der hellen Knöpfe, ääh … Köpfe! Naturwissenschaften sind überaus faszinierend, das weiß ich aus eigener Erfahrung – habe ich doch auch so manches Experiment gewagt und Bahnbrechendes erreicht. Immer genau hinschauen Luise, oder bist Du nicht neugierig?

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Altstadt Lüdenscheid

Bei Lüdenscheid geht mir ein Licht auf. War es nicht diese Bergstadt, die sechsmal niederbrannte? Hat der Nachtwächter etwa geschlafen oder war die Feuerwehr nicht auf Draht? Jedenfalls gibt es schon lange Straßenlaternen in den runden Gässchen …

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