Sauerland-Museum

Neandertaler, Ritter und Kurfürsten: Passend zu dem Streifzug durch verschiedene Zeitalter verknüpft die Architektur des Sauerland-Museums ein historisches Stadtpalais anno 1605 mit einem brandneuen Erweiterungsbau. Teil dieses „Museums- und Kulturforums Südwestfalen“ ist ein Ausstellungsraum zur Industriegeschichte, in dem die Ruhrtalbahn als Anbindung an das nahe Ruhrgebiet eine Hauptrolle spielt …

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… Den Schub, den die Region durch den neuen Transportweg erhält, symbolisiert ein imposantes Großmodell der Lokomotive „Arnsberg“. Seit 1873 fördert die Ruhrtalbahn nicht nur den Warenaustausch, sie begründet auch den Nischenerfolg heutiger Weltmarktführer aus dem Hochsauerland. Zu den frühen Befürwortern der Bahnlinie gehört der aus Dortmund stammende Industriepionier Friedrich Wilhelm Brökelmann.

Sein Selbstverständnis bringt die Ausstellung in einem historischen Familienporträt zum Ausdruck. Das großformatige Ölgemälde aus dem Jahr 1850 zeigt den Unternehmer im Kreis seiner Frau und der sechs Kinder. In der Hand hält er gesiegelte Papiere, die ihn als erfolgreichen Geschäftsmann ausweisen. Zu jener Zeit verdient er sein Geld noch überwiegend mit Mühlenbetrieben, doch ist er auch – mit wechselndem Erfolg - an ersten industriellen Projekten beteiligt: Im benachbarten Hüsten investiert er in ein Puddel- und Walzwerk, in Ramsbeck beteiligt er sich am Zink- und Bleibergbau. In den späten 1860er Jahren gründet er in Neheim gemeinsam mit Partnern eine Fabrik zur Herstellung von Petroleumbrennern, aus der wenige Jahre später die bis heute tätige Firma Brökelmann, Jäger & Busse (BJB) hervorgeht. Sie entwickelt sich zu einem bedeutenden Hersteller von Bauteilen für elektrische Leuchten und festigt damit Neheims Ruf als Zentrum der metallverarbeitenden Industrie und „Leuchtenstadt“.

Abgesehen von seinen persönlichen Geschäftsinteressen tut sich Brökelmann auch als Mitbegründer der Industrie- und Handelskammer zu Arnsberg hervor. Es gibt also viele Gründe, warum er bereits seit 1849 mit Nachdruck für den Bau der Ruhrtalbahn und die Verbindung ins Ruhrgebiet wirbt. Auf einer anschaulichen Bildschirmanimation skizziert die Ausstellung im Detail, welche Faktoren die Wirtschaftsgeschichte im Hochsauerland bestimmen und wie sehr die neue Bahnlinie die Unternehmenslandschaft beeinflusst und vorantreibt. Eine große Medienwand zeigt überdies historische Produkte regionaler Unternehmen aus der Leuchtenindustrie, dem Brauereiwesen und weiteren führenden Wirtschaftszweigen der Region.

 

Die „Stahl•Zeit•Reisenden“ Luise & Alfred: Sauerland-Museum

Lu:

In welche Richtung fließt denn nun die Ruhr? Nach Norden, nach Süden – ich dachte immer nach Westen …

Vollständiger Dialogtext
Lu: In welche Richtung fließt denn nun die Ruhr? Nach Norden, nach Süden – ich dachte immer nach Westen.

Al: Westen! Die Arnsberger hatten schon immer den Bogen raus – das beste Plätzchen für die feinen Herren Beamten und für ihre Plaisierchen.

Lu: … ja, sogar ein vortreffliches Gymnasium für der Herrschaften pfiffigen Nachwuchs. Auch ich ging hier zur Schule! Wusstest Du, dass sogar der Kölner Domschatz hier vor Napoleons Truppen versteckt wurde?

Al: Hört, hört. Und bei so einer bedeutenden Stadt und Fabriken ringsrum wäre eine Bahnstrecke sicher lohnenswert! Auch für das beachtliche Puddeleisenwerk, das der Stahl-Kollege Cosack hier etabliert hat.

Lu: Puddel? Also ich fühl mich hier pudelwohl. Meine Familie besitzt das erste Haus am Platze. Willkommen im Landsberger Hof!

Al: Man müsste ein paar Schienen verlegen, dann hätten wir eine direkte Verbindung nach Essen … Äh – wie bitte? Ich verstehe nur Bahnhof. Uihh, welch stattliches Anwesen! Ich dachte, hier kann man nur Fachwerk!

Informationen zum Besuch

Adresse:
Alter Markt 24-30
59821 Arnsberg
Tel. 02931/944444
sauerlandmuseum@hochsauerlandkreis.de
www.sauerland-museum.de

Öffnungszeiten:
Di: 9–18 Uhr, Mi–Fr: 9–17 Uhr
Sa: 14–18 Uhr, So/Feiertage: 10–18 Uhr

Barrierefrei Cafe Imbiss in der Nähe Erreichbar über Rad und Wanderwege Interessant für Kinder

Arnsberg und das Sauerland-Museum in Bildern

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Sauerland-Museum

Neandertaler, Ritter und Kurfürsten: Passend zu dem Streifzug durch verschiedene Zeitalter verknüpft die Architektur des Sauerland-Museums ein historisches Stadtpalais anno 1605 mit einem brandneuen Erweiterungsbau. Teil dieses „Museums- und Kulturforums Südwestfalen“ ist ein Ausstellungsraum zur Industriegeschichte, in dem die Ruhrtalbahn als Anbindung an das nahe Ruhrgebiet eine Hauptrolle spielt …

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